Bewegte Pause

Seit einigen Jahren gibt für die Kinder der Schillerschule eine „Bewegte Pause“. Denn gut erholte, ausgeglichene Kinder beteiligen sich motivierter und zielgerichteter am Unterricht als solche, die im Streit, unzufrieden oder gelangweilt aus der Pause zurückkehren.

Jede Klasse ist im Besitz einer Kiste mit den unterschiedlichsten Spielgeräten: Springseile, Gummitwist, Jonglierbälle, Indiacabälle, Balancierteller, Diabolos, Geschicklichkeitsspiele, Pedalos und vieles mehr. Dabei unterscheidet sich der Inhalt auch nach den Klassenstufen. Zusätzlich gibt es ein Spielehaus, wo die Kinder z. B. Roller, Stelzen oder kleine Trampoline ausleihen können. Das Ausleihen organisieren die Kinder selbst.

Während der „Bewegten Pause“ ist der Schulhof in verschiedene „Zonen“ eingeteilt, denn die Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse. Zum einen gibt es die „Rollerzone“, in der alles rollt, alles fliegt und alles rennt. Dann den sogenannten „Fußballkäfig“in dem in jeder Pause ca. 50 Kinder spielen und das ohne Schiedsrichter. Da natürlich nicht alle Kinder auf einmal hinein können, wurde es so geregelt, dass in der ersten großen Pause die 1. und 2. Klassen und in der zweiten großen Pause die 3. und 4. Klassen Fußball spielen dürfen. In der „Ruhezone“ halten sich die Kinder auf, die sich in dem Moment vielleicht nur unterhalten möchten oder Karten tauschen oder ihre Pause anderweitig ruhig gestalten möchten.

Die Bilanz ist ganz eindeutig: die „Bewegte Pause“ ist ein Erfolgsmodell. Auch lernen die Kinder von Kindern. In der Schillerschule bekommen die Kinder der 1. Klassen „Paten“ aus den 4. Klassen. Das heißt, die Viertklässler zeigen den Erstklässlern was auf dem Schulhof alles erlaubt ist und was nicht gerne gesehen wird. So lernen die Kinder auch die verschiedenen Zonen auf dem Schulhof kennen.

Eine Bewertung vom letzten Jahr hat gezeigt, dass es nur einen ganz geringen Prozentsatz von „Regelverstößen“ gibt.
Bei der „Bewegten Pause“ ziehen die LehrerInnen, Kinder und Eltern an einem Strang!