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Lern-Werkstatt
Kinder
wachsen heutzutage unter vielfältigen Bedingungen auf. Wenn diese
Kinder mit plus/minus sechs Jahren eingeschult werden, haben sie zwar
alle ein ähnliches Lebensalter, aber zum Teil sehr verschiedene Erfahrungen
gemacht oder anders gesagt, sie kommen mit sehr verschiedenem Erfahrungsalter
in die erste Klasse.
Trotz verstärkter Kooperation mit den Kindergärten schon im
Vorfeld des Schuleintritts, Gesprächen mit den Eltern und einem gleitenden
Übergang vom Kindergarten in die Grundschule, sowie einer starken
pädagogischen Akzentuierung des Anfangsunterrichts, gelingt es nicht
allen Kindern die ersten Wochen und Monate in der Schule problemlos zu
bewältigen.
Hier
setzt das Konzept der Lern-Werkstatt, oder wie die Kinder sie genannt
haben, der „Baustelle“, an:
Ein Team von zwei Lehrern bzw. Lehrerinnen besucht den Unterricht der
ersten Klassen, beobachtet die Kinder in ihrem Lernverhalten und arbeitet
eng mit der Klassenlehrerin zusammen. Kinder, die Probleme zeigen, werden
anschließend in die Lern-Werkstatt eingeladen.
Dies ist ein besonders ausgestatteter Raum, in dem die Kinder 2 Stunden
pro Woche in kleinen Gruppen Erfahrungen sammeln können. Die Inhalte
der Lern-Werkstatt richten sich dabei nach den Stärken der Kinder,
die Lehrkräfte versuchen den Kindern Erfahrungen zu ermöglichen
und Erfolgserlebnisse zu vermitteln.
Allein die intensive Betreuung durch zwei Pädagogen sowie die damit
einhergehende Möglichkeit, Kinder intensiv zu beobachten und die
gemachten Beobachtungen auszutauschen, bedeuten eine intensive Förderung
des einzelnen Kindes, das nicht zuletzt durch die erhöhte Zuwendung
profitiert.
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